Die Harkort-Brücke war die Straßenbrücke der Wächterstraße über den Pleißemühlgraben in der Leipziger Südwestvorstadt. Sie lag zwischen der Beethovenbrücke [ursprünglich »Carola-Brücke«] im Süden und der Karl-Tauchnitz-Brücke im Norden). Am westlichen Brückenlager begann die nach Süden führende Simsonstraße, am östlichen Brückenlager kreuzte die Harkortstraße (vgl. Karte).
Die Brücke wurde am Anfang der 1880er Jahre bei der Bebauung der Leipziger Südwestvorstadt (»Musikviertel«) angelegt. Obwohl die Stadtverwaltung den Namen »Pleißenbrücke« vorschlug, wurde am 07.03.1887 beschlossen, der Brücke den Namen Harkort-Brücke zu geben (nach dem Leipziger Kaufmann G. Harkort, 1795-1865). Ungeachtet der offiziellen Benennung benutzten verschiedene Ämter zeitweilig auch die frei erfundenen Namen »Wächterstraßenbrücke«, »Wächterbrücke« und - nach der 1949 erfolgten Umbenennung der Wächterstraße in Dimitroffstraße - auch »Dimitroffbrücke«.
Von 1896 bis 1928 führte die entlang der Wächterstraße verlaufende Schleußiger Straßenbahntrasse über die Harkort-Brücke.
Infolge der Überwölbung des Pleißemühlgrabens im Jahr 1952 verlor die Brücke ihre eigentliche Funktion und erschien seitdem als ein normales Stück Straße.
Im Jahr 2000 wurde der nördlich der ehemaligen Harkort-Brücke liegende Abschnitt des Pleißemühlgrabens wieder freigelegt; die Brücke wurde dabei aber nicht wieder hergestellt. Nachdem 2001 / 2002 auch der südlich liegende Abschnitt des Pleißemühlgrabens wieder geöffnet wurde, führt in Höhe der ehemaligen Harkort-Brücke ein schmaler, nur für Fuß- und Fahrradverkehr geeigneter Steg über den Mühlgraben. Der Förderverein Neue Ufer Leipzig e.V. benutzt für den neuen Steg den Namen »Wächtersteg«, der aber bisher nicht beschlossen wurde.
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