Zeitzer Eisenbahn


Streckenverlauf

Die Zeitzer Eisenbahn wurde im Jahr 1873 von der »Thüringischen Eisenbahngesellschaft« eröffnet. Damit war sie die fünfte Eisenbahnstrecke, die die Stadt Leipzig berührte.

Verlauf

Die 37,9 km lange Strecke zweigt am Bahnhof Leutzsch von der Thüringer Eisenbahn ab und führt über Pegau nach Zeitz, wo sie in die 1871 eröffnete Strecke Weißenfels - Zeitz - Gera - Saalfeld einmündet. Als Anfangspunkt in Leipzig (damals am nördlichen Stadtrand) diente der Thüringer Bahnhof, der 1909 / 1912 im Hauptbahnhof aufging. Auf dem heutigen Leipziger Stadtgebiet durchquert die Zeitzer Eisenbahn die Gemarkungen Leutzsch, Lindenau, Plagwitz, Kleinzschocher, Großzschocher, Windorf, Knautkleeberg, Knauthain, Hartmannsdorf und Knautnaundorf (ursprünglich: Bösdorf).

Geschichte

Am 20.10.1873 wurde die Strecke von Leipzig nach Zeitz eröffnet. Gleichzeitig wurden die Bahnhöfe »Plagwitz-Lindenau« (zeitweise auch: »Zeitzer Bahnhof«, heute: Leipzig-Plagwitz) und »Knauthain« (allerdings in der Gemeinde Knautkleeberg) in Betrieb genommen.

Im Jahr 1882 kam die Thüringische Eisenbahngesellschaft an die Königlich Preußische Staatseisenbahn.

Im Jahr 1890 wurde der vorherige Güterbahnhof Großzschocher für den Personenverkehr umgebaut.

Am 01.04.1920 ging die Preußische Staatseisenbahn in der Reichsbahn auf.

Ab dem 30.08.1924 wurde die Strecke von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft betrieben.

Am 12.07.1967 wurde an der Zeitzer Eisenbahn der S-Bahn-Haltepunkt Lindenau in Betrieb genommen.

Von 1973 bis 1977 wurde eine neue Strecke als Ersatz für den geradlinig durch die Gemarkungen Hartmannsdorf und Bösdorf führenden Teil der Zeitzer Eisenbahn erbaut, da die ursprüngliche vom Braunkohletagebau ergriffen wurde. Seitdem führt die Trasse in einem großen Bogen nach Westen durch die Gemarkung Knautnaundorf.

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